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Z. Wróblewski und K. Olszewski

Verflüssigung von Sauerstoff und Stickstoff

Im Jahre 1883 führten die Professoren für Physik und Chemie Zygmunt Wróblewski und Karol Olszewski von der Krakauer Universität die Verflüssigung von Luft und anschließend von Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenoxid durch. Sie bestimmten dabei die kritischen Werte für verflüssigte Gase.

Karol Olszewski (1846-1915) studierte an den Fakultäten für Mathematik und Physik sowie Chemie und Naturwissenschaften der Krakauer Jagellonen-Universität. Die ersten Versuche führte er mit einem eigenhändig verbesserten Verdichter durch, wobei er Kohlenanhydrit verflüssigte und komprimierte. Seine Dissertation führte er in Heidelberg zu Ende, um dann an seine Heimathochschule zurückzukehren, wo er die Berufung zum außerordentlichen Professor erhielt.

Zygmunt Wróblewski (1845-88) studierte an der Universität Kiew. Nach sechsjähriger Gefangenschaft aufgrund seiner Teilnahme am Januaraufstand verschlug es ihn nach Berlin, Heidelberg und München, wo er seine Dissertation absolvierte. 1876 ging er als Dozent an die Universität Strassburg. An der École Normale Superieure in Paris beschäftigte er sich bei Professor Cailleta erstmals mit der Verflüssigung von Gasen. Man bot ihm den Physik-Lehrstuhls an der Universität Krakau an, wo er sich der Erforschung von Gasen widmete und bald Kontakt zu Karol Olszewski aufnahm. Am 29. März und am 13. April 1883 gelang es beiden, Sauerstoff und Stickstoff in einem neuen Verfahren zu verflüssigen.
1888 verbrühte sich Zygmunt Wróblewski bei Forschungen über die physikalischen Eigenschaften von Hydrat schwer und verstarb kurz darauf in einem Krakauer Krankenhaus. Karol Olszewski setzte die Versuche mit dem verbesserten Kaskadenapparat von Picket fort, wobei er als Abkühlungsmittel Kohlendioxid, siedendes Ethylen im Vakuum und siedenden Stickstoff oder siedende Luft einsetzte. Das Verfahren nach Olszewski beruhte auf der Verflüssigung der einzelnen Gase in Folge. 1895 verflüssigte und verfestigte er Argon. Im gleichen Jahr referierte er bei einem Treffen der Londoner Royal Society über die Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten.

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