Jagd ohne Blutvergießen
Der erste Mensch, der den Ausdruck "Jagd ohne Blutvergießen" in Verbindung mir einer Foto- bzw. Filmsafari gebrauchte, war Włodzimierz Puchalski (1908-79). Er war ein Vorreiter der Naturfotografie und des populärwissenschaftlichen Naturfilms, Verfasser von einigen Dutzend Alben, Autor von über 40 Filmen sowie Preisträger bei vielen Fotowettbewerben im In- und Ausland.
Seine Erfahrungen mit der Naturfotografie nahmen ihren Anfang im Kadettenkorps
bzw. beim Studium, wo er sich Schilfrohrhütten baute, um aus ihnen Vögel an
Fischteichen in Żółkiew und Raubvögel in Sokal abzulichten. Er hielt auch die
Jagd des polnischen Adels im Bild fest.
Nach einer kriegsbedingten schöpferischen Pause, als er nach der Kapitulation
der polnischen Armee als Förster im Wald bei Sandomierz arbeitete, griff er
seine alte Leidenschaft wieder auf. Er nahm Kontakt zum Filmstudio für Bildung
in Łódź (Lodz) auf und machte während seiner Polenreisen Naturaufnahmen. Mit
dem Objektiv verfolgte er Wandervögel an den Flüssen Biebrza und Narew, Wisente,
Elche, Wölfe, Luchse, Biber, Hirsche und kleinere Tiere. Auf Spitzbergen gewann
er umfangreiches Material über die Fauna dieser kalten Gegend und nahm in der
polnischen Forschungsstation auf der König-Georg-Insel in der Antarktis Pinguine,
Seeelefanten, Walknochen und natürlich seine geliebten Vögel auf. Er starb bei
der Arbeit - beim Fotografieren der Skua (Seevögel).



