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Sanierung der Politik

Die Regierung der Sanacja (Sanierung) brachte Polen eine wirtschaftliche Stabilisierung. Sie bedeutete aber auch den Übergang von einer Demokratie zu einer autoritären Staatsform. Marschall Pilsudski regierte hart, tolerierte keinen Widerspruch und zögerte nicht, zur Zügelung oppositioneller Politiker drastische Maßnahmen durchzuführen wie z. B. den Polizeiaufmarsch im Sejm-Saal im März 1928. Das war vor allem in den 30er Jahren auffallend, als Polen von den Folgen des großen Einbruchs an der New-Yorker Börse hart getroffen war und die Wirtschaftskrise zu einer weiteren Radikalisierung der Gesellschaft führte. Im September 1930 hat Pilsudski das Parlament aufgelöst und die Verhaftung vieler oppositioneller Abgeordneter angeordnet, die anschließend in einem Schauprozess zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden. 1934 wurde das Lager in Bereza Kartuska errichtet, wo Personen isoliert wurden, die "die Sicherheit und Ordnung gefährdeten".
Pilsudski hat noch vor seinem Tod (12. Mai 1935) die autoritäre Aprilverfassung eingeführt, welche die Befugnisse des Sejms zugunsten des Präsidenten weitgehend einschränkte. Nach seinem Tod spaltete sich das "Sanacja-Lager" in zwei rivalisierende Gruppen: in die Anhänger des Marschalls Smigly-Rydz und die Gruppe um Präsident Moscicki.

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1 EugeniuszKwiatkowski, image

Der stellvertretende Ministerpräsident Eugeniusz Kwiatkowski, der das Programm zur wirtschaftlichen Entwicklung von Polen und seinen Industriezentren entwarf und den Bau eines neuen Hafens in Gdynia einleitete.