Siehe poland.gov.pl - turystyka auf einer größeren Karte
Sandomierz ist eine ungewöhnliche Stadt mit etwa 30.000 Einwohnern, in der sich geschichtliche Wahrheit und Legende, tausendjährige Tradition und Phantasie vermischen.
Die Stadt liegt auf der hohen Weichselböschung unweit der Mündung des San [Saan] an einer Stelle, wo sich das Heiligkreuzgebirge mit dem Sandomirer Becken trifft. Sandomierz entstand bereits Ende des 10. Jahrhunderts, das Stadtrecht wurde ihr 1227 verliehen. Sie war eine wichtige Stadt in der polnischen Geschichte, die sowohl Zeiträume großer Blüte (wie etwa zur Zeit der Herrschaft von Kasimir dem Großen und Sigismund I.), wie auch Kriegswirren (Tatareninvasion im 13. Jahrhundert, schwedische „Sintflut“ im Jahre 1655) erlebte. Aus dem 2. Weltkrieg ging die Stadt fast ohne Zerstörungen hervor, wurde später über viele Jahre aber stark vernachlässigt. Heute hat Sandomierz all das, um was andere Städte sie beneiden können: hervorragende Architekturdenkmäler und eine einmalige, malerische Natur – Lössschluchten und Terrassengärten.
Das Panorama der mittelalterlichen Stadt kann man am besten vom 33 m hohen Opatower Tor bewundern, dem einzigen erhalten gebliebenen Tor der Stadtmauer aus Zeiten Kasimirs des Großen. Die Altstadt mit den spitzen Türmen von Rathaus, Dom und Schloss, die Dächer der Bürgerhäuser und der Weichselbogen – all das bildet zusammen eine unvergessliche Ansicht. Im Osten kann man die Góry Pieprzowe [Pfefferberge] bewundern, das älteste Gebirge Polens neben den Sudeten (500 Millionen Jahre alt!), mit ihren zahlreichen Abhängen, Schluchten, senkrechten Wänden und Klüften, in denen im Sommer die meisten Wildrosen in ganz Europa wachsen.
In der Altstadt von Sandomierz wurden insgesamt 127 Architekturdenkmäler registriert! Auf jeden Fall sollten Sie die Jakobskirche (ältestes polnisches Ziegelgebäude, aus dem Jahre 1226), das Długosz-Haus (des Chronisten Jan Długosz aus dem Jahre 1476) und das Collegium Gostomianum, die älteste polnische Schule, die 2002 ihr 400-jähriges Jubiläum beging, besuchen. Danach kann ein Spaziergang unter den Bürgerhäusern auf der unterirdischen Touristenroute (470 m) empfohlen werden.
Ein ähnlich schönes Panorama von Sandomierz kann man während einer Schiffsfahrt nach Annopol (Mündung des Sans in die Weichsel, Zawichost, Piotrowice, Durchbruch der Weichsel durch weißes Gestein) bewundert werden. Diese romantischen Ansichten inspirierten nicht nur Maler und Poeten. Dazu kommt die reiche Natur, die Wildvögel und die Weichsel – ein Fluss der hier seit Jahrhunderten vom Menschen unbeeinflusst seinen Lauf nimmt.
www.sandomierz.pl /Englisch, Deutsch/



