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Mitgliedschaft in internationalen Wirtschaftsorganisationen

Polen ist Mitglied der Europäischen Union (EU, seit dem 1. Mai 2004), Gründungsmitglied der Welthandelsorganisation (WTO, seit 1995), Mitglied der OECD (seit 1996) sowie von vielen anderen internationalen Wirtschaftsorganisationen (unter anderem IWF, UNIDO). Die Mitgliedschaft in diesen Organisationen erlaubt eine engere Zusammenarbeit mit anderen Ländern.

Auf dem größten Forum, das heißt in der WTO, spricht sich Polen gemeinsam mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten für eine größere Liberalisierung des internationalen Handels aus. Die Ergebnisse des WTO-Gipfels, der im Dezember 2005 in Hongkong stattfand, haben gezeigt, dass dies möglich ist. Die Ministerkonferenz in Hongkong hat den von allen WTO-Mitgliedern lange erwarteten Durchbruch in den Agrarverhandlungen gebracht. Die Industrieländer, darunter die EU, haben sich für eine weitere Liberalisierung dieses Sektors für die Entwicklungsländer durch den stufenweisen Abbau von Exportsubventionen entschieden (bis zur völligen Abschaffung 2013), den dringenden Bedarf nach einer Reduzierung der internen Agrarsubventionen bestätigt sowie die Reduzierung der höchsten Zollsätze beschlossen. Diese Entscheidungen bewirken eine größere Öffnung der Märkte der EU-Mitgliedsstaaten (darunter Polen), und erleichtern gleichzeitig Handelspartnern der EU den Zugang zu ihnen. Hinzu kam, dass die EU in Hongkong Gütern aus den am schwächsten entwickelten Ländern der Welt den zoll- und kontingentfreien Zugang zu seinem Markt ab 2008 zugesagt hat. Die Mitgliedschaft in der OECD, einer Organisation, die die 30 am höchsten entwickelten Länder der Welt vereint, brachte für Polen unter anderem die Einführung liberaler Regelungen im Bereich der Kapitalflüsse, bestätigte die Stellung und Stärke der polnischen Wirtschaft und erleichterte sowohl der Regierung als auch den Unternehmen Zugang zu Finanzierungsquellen. Die am weitesten reichenden Auswirkungen hat für Polen aus wirtschaftlicher Sicht jedoch die Mitgliedschaft in der EU. Sie bringt die Vorteile einer Freihandelszone ohne Barrieren mit sich sowie zusätzliche Mittel aus den Fonds der EU, wodurch Polen in der Lage ist, den wirtschaftlichen Entwicklungsrückstand schneller aufzuholen.

Durch die intensivere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Ländern sowie die globalen Liberalisierungsprozesse, an denen Polen nach 1989 aktiv beteiligt ist, erfährt die polnische Wirtschaft in den letzten Jahren eine dynamische Entwicklung. Einer der besten Beweise dafür ist der Anstieg des polnischen Exports (siehe Diagramm). Es sollte betont werden, dass der Handel mit anderen EU-Ländern einen Großteil des gesamten Außenhandels ausmacht - 2005 stammten ca. 2/3 des gesamten Imports aus der EU, und der Export in die EU machte fast 80% des gesamten Exports aus.

Diagramm

Polnischer Export in den Jahren 2000-2005 (in Mrd. Euro)
2000 34,4
2001 40,2
2002 43,5
2003 47,5
2004 59,7
2005 89,3

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