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Marek Kamiński

Zwei Pole in einem Jahr

Der einzige Mensch, der innerhalb eines Jahres allein beide Pole besuchte, war der polnische Polarforscher und Globetrotter Marek Kamiński, Autor von Reisebüchern, Unternehmer und Mitglied des exklusiven The Explorers Club.

Im Frühjahr 1995 starteten die Polen Marek Kamiński und Wojciech Moskal, den Spuren von Robert Peary zum Nordpol folgend, in Columbiakap auf der Ellesmere-Insel in der kanadischen Arktis. Vor ihnen lag eine 800 km lange Strecke. Bei -50o C und starkem Wind überquerten sie das Eis, welches im Winter fast das gesamte Arktische Meer bedeckt. Den Marsch erschwerten unebene Eisflächen, durch die sich aufgetürmte Eisschollen zogen, und tiefe Spalten, die von dünnen Schneespurrinnen und Schneebrücken bedeckt waren. Ein Temperaturanstieg auf -20o C trieb sie zur Eile an, um vor der Schneeschmelze anzukommen. Nach 72 Tagen Marsch erreichten sie am 23. Mai 1995 den Nordpol.

Im Anschluss daran unternahm Marek Kamiński eine Südpol-Expedition, diesmal im Alleingang. Am 4. November 1995 brach er von Berkner Island auf, das in der Weddell-See liegt. Er folgte der von Ronald Amundsen 1911 eingeschlagenen 1400 km langen Route. Der Weg führte durch Schluchten und über Gletscher und Berge. Die Temperatur schwankte zwischen -20o C und -70o C. Der polnische Polarwanderer durchquerte die Antarktis auf Skiern und schleppte allein einen 120 kg schweren Schlitten. Er war mit einem GPS-System ausgestattet und konnte so seine Position mit Hilfe von Satelliten bestimmen. Die Verbindung zur Außenwelt stellte er über codierte Signale sicher, die er über das Satellitensystem Argos verschickte. Er kämpfte nicht nur mit dem Wetter, sondern auch gegen Erfrieren und schmerzhafte Beinabschürfungen. Sein Ziel erreichte er nach 53 Tagen am 27. Dezember 1995. Es war ein schwieriger und einsamer Marsch gewesen.

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