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Krystyna Chojnowska-Liskiewicz

Die erste Frau der Weltmeere

Die erste Frau, die alleine um die Welt gesegelt ist, war die Polin Krystyna Chojnowska-Liskiewicz, Ingenieurin für Schiffsbau und Kapitän mit Yacht-Schein auf Großer Fahrt.
Den Wettlauf um den Titel "Erste Frau der Weltmeere" begann die polnische Seglerin am 28. Februar 1976 auf den Kanarischen Inseln. Sie segelte auf der "Mazurek", einem schönen Slup polnischer Bauweise, Typ Conrad 32, Länge 9,51 m und Breite 2,70 m, mit einer Takelage von 35 qm. Ihr Ehemann hatte den Bau der "Mazurek" beaufsichtigt.
Der Weg führte von Las Palmas Richtung Barbados, dann weiter über die Kleinen Antillen, die Karibik und via Panamakanal zum Pazifik. Tahiti, die Fidschi-Inseln und Australien waren ihre nächsten Stationen. Von dort segelte Chojnowska-Liskiewicz über den Indischen Ozean in Richtung Mauritius und der afrikanischen Südküste. Weiter ging es an der westafrikanischen Küste entlang in Richtung Norden, bis sie am 20. März 1978 in 16°08,5' Nördlicher Breite 35°50' Westlicher Länge die "große Schleife" beendete. Enthusiastisch durch Freunde und Journalisten gefeiert lief sie am 21. April 1978 in den Hafen von Las Palmas ein. Sie hatte 31 166 Seemeilen in 401 Tagen allein zurückgelegt. Am 18. Juni 1978 wurde ihr in Polen ein feierlicher Empfang bereitet.

Den Wettlauf um den Titel "Erste Frau der Weltmeere " gewann die Polin, obwohl gleichzeitig noch zwei Konkurrentinnen (die Australierin Anne Gash sowie die neuseeländische Seglerin Naomi James mit der Yacht Express Crusader) zur Weltumseglung angetreten waren. Die Leistung des weiblichen Kapitäns fand ihren Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde. Die "Erste Frau der Weltmeere" wurde schließlich in den New Yorker Elitekreis "The Explorers Club" aufgenommen.

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