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Jerzy Kukuczka

Die Himalaja-Krone

Einer der überragendsten Bergsteiger der Welt war der Pole Jerzy Kukuczka - der zweite Mensch überhaupt, der die Himalaja-Krone, die 14 höchsten Achttausender, bestiegen hat.
Im Rennen um die Himalaja-Krone, das über der Todeszone 7500-8000 m stattfand, sind vor allem zwei Bergsteiger zu nennen: Reinhold Meßner und Jerzy Kukuczka. 1979 hatte Meßner bereits seinen fünften Achttausender bestiegen, als Kukuczka erst seine Himalaja-Abenteuer begann.

Kukuczka führte auf 11 Gipfel der Himalaja-Krone neue Routen, vier Gipfel bestieg er als erster im Winter. Auf seine erste Expedition in den Hindukusch brach er 1976 auf (Kohe Tez: 7015 m). 1977 erlebte er seine erste Niederlage im Himalaja, als er den "nackten Berg" (Nanga Parbat) nicht besiegen konnte. 1980 bestieg er den Mount Everest, 1981 erreichte er im Alleingang Makalu und 1982 Broad. Als er 1983 Gesherbrumy I und II bestiegen hatte, kündigte Reinhold Meßner seine Absicht an, die Himalaja-Krone in Angriff zu nehmen. Meßner hatte bis dahin bereits neun Achttausender bestiegen. Jerzy Kukuczka nahm die Herausforderung an. 1985 bestieg der polnische Himalaja-Bergsteiger drei Gipfel: Dhaulagiri, Cho Oyu und Nanga Parbat, im nächsten Jahr Kanchendzönga, K-2 und Manaslu. Kurz vor dem Gipfel Manaslu erhielt Kukuczka die Nachricht, dass Meßner nach dem Erklimmen des Makalu bzw. Lhotse das Rennen um die Himalaja-Krone gemacht habe. Kukuczka schickte dem Südtiroler ein Glückwunschtelegramm. Die noch fehlenden Annapurna und Shisha Pangma bestieg er 1986. Er kam um, als er Lhotse über die südliche Wand zu bezwingen versuchte. Die Freunde bestatteten ihn in einer Eisschlucht. Er war tiefgläubig und verlieh seinen Gebeten etwas alpinistisches, indem er sagte: "Vor dem Tod im Tal bewahre uns, Herr."

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