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Ignacy Łukasiewicz

Die erste Petroleumlampe der Welt

Der polnische Apotheker Ignacy Łukasiewicz
(1822-82)
aus Lwów hat nicht nur die Petroleumlampe erfunden, sondern er ist auch ein Pionier bei der Erforschung der Erdöldestillation gewesen. Mit seinem Kollegen Jan Zeh stellte er Untersuchungen über die Erdöldestillation an, um einen billigeren Brennstoff als die damals eingesetzten Ölmischungen zu gewinnen. Gegen Ende 1852 waren seine Untersuchungen endlich von Erfolg gekrönt. Nach vielen misslungenen Versuchen, Erdöl in Öllampen einzusetzen, entwickelte er, mit Unterstützung des Konstrukteurs Adam Bratkowski und der Apotheker Miklosh und Zeh, 1853 den ersten Prototypen einer Petroleumlampe. Sie war aus Blech und hatte die Form eines Zylinders, der als Öltank fungierte und dessen oberes Teil mit durchsichtigen Glimmerfenstern versehen war. Um die Luftzufuhr zur Flamme zu gewährleisten, besaß das Rohr Öffnungen über- und unterhalb der Flamme. Der Brenner war ein Docht, der im unteren Teil im Petroleumtank eingetaucht war. Am 31. Juli 1853 beleuchteten Petroleumlampen den Operationssaal im Krankenhaus von Lwów. Seitdem konnte man auch nachts operieren.

Łukasiewicz fühlte sich quasi sein ganzes Leben mit dem Karpatenvorland verbunden, wo Lagerstätten aus Erdöl (damals Steinöl genannt) gefunden wurden. In Bóbrka bei Krosno (wo sich jetzt ein Erdöl-Museum befindet) nahm er mit dem Bohrloch "Franek" die weltweit erste Erdölförderanlage in Betrieb. Im nahe gelegenen Ulaszowice entstand 1856 die erste Raffinerie. Nachdem diese ein Feuer zerstört hatte, wurde in Chorkówka eine weitere, modernere Raffinerie gebaut.
Die Nachfrage nach Petroleum und die Gewinne der von Łukasiewicz gegründeten Gesellschaft machten ihn zu einem wohlhabenden Bürger. Er initiierte die Gründung von mehreren Erdölförderstellen im Karpatenvorland sowie einer Heilanstalt in Bóbrka und einer Kirche in Zręcin bei Krosno.

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