Das Zusammentreffen von Luftmassen über Polen wirkt sich auf die Bewölkung aus. 60 bis 70% der Tage sind bewölkt, was aber nicht immer zu Schnee- und Regenfällen führt. Die meisten Wolken gibt es im November, die wenigsten im August und September. Am intensivsten ist die Bewölkung über den Seenplatten im Norden und in den Sudeten. Am wenigstens bewölkt ist es in Wielopolska (Großpolen) und der Nizina Śląska (Schlesisches Tiefland). Im Schnitt beträgt an 120-160 Tagen im Jahr die Bewölkung mehr als 80%. Dem gegenüber stehen 30-50 sonnige Tage mit einer Bewölkung unter 20%.
Der größte Niederschlag in Polen wurde im Juni 1973 auf der Alm "Hala Gąsienicowa” in der Tatra gemessen. Es regnete dort30 cm. 1943 fielen im Tatra-Dorf Witów28,5 cmRegen.
Wegen der vorherrschenden Westwinde treten die intensivsten Niederschläge an Westhängen auf. In den Karpaty (Karpaten) und Sudety (Sudeten) sind es jährlich 800-1400 mm, in den Tief- und Hochebenen 400-750 mm. Ähnliche Werte misst man in den seenreichen Gebieten Pojezierze Pomorskie (Pommersche Seenplatte) und Pojezierze Mazurskie (Masurische Seenplatte). Dies resultiert aus ihrer Nähe zur Ostsee, von der aus sich feuchte Meeresluftmassen nach Osten verlagern. Die geringsten Niederschläge werden im östlichen Teil Großpolens und in Kujawy verzeichnet, da diese Gebiete im Niederschlagsschatten der Pommerschen Seenplatte liegen.
Die meisten Niederschläge fallen im Sommer. Sie sind dann durchschnittlich zwei- bis dreimal höher als im Winter, in den Karpaten sogar viermal höher. Am meisten ausgeglichen ist die Niederschlagsverteilung in den Tiefebenen an der Ostsee.
Der Winter erfasst Polen aus nordöstlicher Richtung. Durchschnittlich gibt es in West- und Mittelpolen an 30-40 Tagen Schnee und im Nordosten an über 50 Tagen im Jahr. Im Karkonosze (Riesengebirge) fällt an 120 Tagen und in der Tatra an 145 Tagen Schnee. Am längsten hält sich die Schneedecke im Gebirge (bis zu 200 Tage) und in Nordwestpolen (90-120 Tage). Am kürzesten liegt er im Westen (40-50 Tage).



