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Bevölkerungsstruktur

Das heutige Polen ist aus nationaler Sicht fast homogen. Die nationalen Minderheiten werden auf 3,26% der Gesamtbevölkerung, d. h. auf 1,5 Mio. Personen geschätzt. In der Zwischenkriegszeit (1918-1939) lebten in den Grenzen der II. Republik Polen 11,3 Mio. Bürger nichtpolnischer Nationalität, was 35 % der Gesamtbevölkerung ausmachte (Angaben von 1931). Die großen Veränderungen der nationalen Struktur waren eine tragische Folge des Zweiten Weltkrieges und der konsequenten Politik der sozialistischen Regierungen im Nachkriegspolen. Durch Krieg und planmäßige Massenvernichtung sind von den damals in Polen lebenden Menschen 6 Mio. ums Leben gekommen. Infolge der Grenzverschiebungen blieben 6,5 Mio. Menschen außerhalb des Landes. Zwangsmigrationen und Umsiedlungen verringerten die Bevölkerungszahl um weitere 1,7 Mio. Personen.
Heute bilden die Deutschen die größte nationale Minderheit. Sie werden auf etwa 150 000 Personen geschätzt (1931 waren es 800 000). Sie wohnen hauptsächlich in Schlesien. Die zahlenmäßig zweitgrößte Minderheit bilden die Weißrussen mit 49 000 Personen (1931: 1,9 Mio.).Sie wohnen vorwiegend in Ostpolen. Die drittgrößte Gruppe sind die Ukrainer, die nach dem Zweiten Weltkrieg in die West- und Nordgebiete Polens zwangsumgesiedelt wurden. In Polen leben 31 000 Ukrainer (1931 noch 5 Mio.)

 

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