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Andrzej Szczypiorski

Andrzej Szczypiorski (1924-2000) - Prosaist, Publizist und Drehbuchautor. Er nahm 1944 am Warschauer Aufstand teil und saß im KZ Sachsenhausen. Seine berufliche Laufbahn begann er als Redakteur der Tageszeitung "Życie Warszawy". Dann war er literarischer Leiter am Teatr Śląski in Katowice und 1956-58 Berater des polnischen Botschafters in Dänemark. Anschließend ging er als Redakteur zum Polnischen Radio nach Warschau und arbeitete auch viele Jahre für die Wochenzeitung "Polityka" und die Monatsschrift "Odra / Oder". 1989-91 war er Senator im polnischen Senat. Seit der Veröffentlichung seines ersten Erzählbands 1955 sind schon über 20 Prosawerke von ihm erschienen. Dazu gehören auch Romane, Reportage- und Feuilletonsammlungen, Skizzen und Essays. Ausgewählte Werke: "Hinter den Mauern von Sodom" (1963), "Eine Messe für die Stadt Arras" (1971), "Der Teufel im Graben" (1974) und "Notizen zum Stand der Dinge" (über die Verhängung des Kriegsrechts in Polen 1981, erschienen 1983 in London). Der Roman "Die schöne Frau Seidenmann" (1986) hatte nicht nur in deutschsprachigen Ländern einen großen Erfolg. Das Werk brachte viele Preise (u. a. den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur und den Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund). Nach diesem Erfolg machte Szczypiorski mit weiteren Büchern von sich reden. Dazu gehören "Nacht, Tag und Nacht" (1991), "Selbstporträt mit Frau" (1994), der Erzählband "Amerikanischer Whisky", der mit dem Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken ausgezeichnet wurde, und der Erzählband "Feuerspiele" (1999). Szczypiorski schreibt auch Kinder- und Jugendbücher.

 

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